Von der Angst, sich selbst zu sein

Wir alle kennen diese Angst, wir selbst zu sein.

Die Angst aufzufallen, etwas Falsches zu tun, ausgelacht oder ausgegrenzt zu werden - lieber mich dann nach Normen und Verhaltensregeln richten, mich selbst verleugnen, als meinen Impulsen zu folgen oder diese überhaupt in mir drinnen zuzulassen und wahrzunehmen.

Es zieht sich durch unser ganzes Leben, besonders in unseren Beziehungen drückt es sich aus, dass wir nicht frei sind, wir selbst zu sein.

Darauf bedacht, unsere jeweilige Rolle zu wahren, fügen wir uns den erwarteten Verhaltensmustern, um eben nicht "aus der Rolle" zu fallen - wie wir wissen, ist das meist sogar in langjährigen Ehen und besten Freundschaften der Fall.

So haben wir unser Leben aufgesplittet in verschiedene Fragmente, die uns verschiedene Rollen einnehmen lassen, in der Arbeit, im Privaten, als Mutter, als Kollegin, als Ehefrau, Freundin, usw. Viele Menschen können nicht einmal mehr frei fühlen, was in ihnen vorgeht in Bezug auf eine andere Person.

Diesem Verbot, die Wirklichkeit in Beziehungen wahrzunehmen, wollen wir uns annähern. 

Einfach nur wir selbst zu sein, ganz frei und lebendig - wie unser Leben dann wohl aussähe?

Wie würden sich unsere Beziehungen gestalten? Zwischen Kindern und Eltern? Zwischen freien Menschen? Zwischen Liebenden?